Freitag, 28. September 2018 | 19 Uhr

St. Michaelis-Kirche Itzehoe

DeKielaSunrise

 

Foto: privat
Foto: privat

Alte Songs mit neuem Groove perlen auf den Lippen des Kieler Chors DeKielaSunrise. Chorleiter und Arrangeur Axel Riemann verpasst mit Lust und Augenzwinkern Popsongs und Chartstürmern ein ohrenbetörendes neues Klanggesicht.

 

Profil, das die spritzigen Konzertprogramme des auf der Bühne beweglich agierenden Chors prägt: DeKielaSunrise ist mit vier- bis sechsstimmigen Sätzen in zwei Formaten zu Hause. Der Chor ist im A-cappella-Modus ebenso sicher wie als Klangkörper in einer Band. 

 

2014 prägte DeKielaSunrise mit dem Chorical „Elemente“ ein neues Format im Musiktheater: Der Chor entfaltet ohne Dirigat von vorn eine Handlung, aus seinen Reihen treten die Solisten hervor. 

 

Der Chor

Der 1998 in der Kieler Rock- und Popschule gegründete Chor ist seit 2011 eingetragener Verein. DeKielaSunrise besteht aus mehr als 50 engagierten Sängern aus der Region Kiel. Viele der Sänger haben eine Gesangsausbildung – eine Garantie für satten Chorsound und individuelle Solo-Interpretation. 

 

Reisen führten DeKielaSunrise zu Auftritten in Schweden und in ganz Norddeutschland. 

Der Chor war bereits präsent im Ohr der Prominenz: Zu den Zuhörern zählten bislang Königin Silvia von Schweden, Ministerpräsidentin Heide Simonis und Ministerpräsident Thorsten Albig. 

 

Der Chorleiter

Axel Riemann ist Komponist und Arrangeur, arbeitet am Schauspielhaus Kiel als Musiker. Riemann komponiert auch für TV-Produktionen.

 

 

Samstag, 29. September 2018 | 19 Uhr

St. Laurentii-Kirche Itzehoe

Harvestehuder Kammerchor

Foto: privat
Foto: privat

Zusammen mit dem aus Syrien geflüchteten, in Leipzig lebenden Musiker Basel Alkatrib ist der Harvestehuder Kammerchor im Juni in Hamburg-Harvestehude und in Heiligenhafen mit Vertonungen aus dem Hohelied Salomos zu hören.

 

Kaum ein Bibeltext hat so widersprüchliche Auslegungen erfahren wie das an erotischen Bildern und Vergleichen reiche Hohelied Salomos. Bis heute ist nicht geklärt, wie dieses frühe Zeugnis weltlicher Liebeslyrik Eingang in die Heilige Schrift der Juden und Christen fand. Auch die Urheberschaft Salomos wird allgemein bezweifelt. Stattdessen nimmt man an, dass die Wurzeln des Schir ha-Schirim – der hebräische Titel bedeutet “Lied der Lieder” – in Ägypten liegen und bis weit in das erste Jahrtausend vor Christus zurückreichen.

 

Die zwischen weiblicher und männlicher Perspektive wechselnden Beschreibungen handeln vom „Kuss seines Mundes”, lieblichen Brüsten, duftenden Salben und der Hand, die den Körper der Geliebten „herzt”. Gemäß der allegorischen Auslegungsmethode wird im Judentum die erotische Annäherung als Beschreibung der Liebe zwischen Gott und seinem auserwählten Volk interpretiert. Dieser Interpretationsstrang wird im Christentum fortgesetzt. Dabei handelt es sich beim Bräutigam um Christus und bei der Braut um die Kirche, Maria oder die Seele des einzelnen Gläubigen.

 

Besonders Komponisten der Renaissance, des Barock und der Moderne haben sich von den bildreichen Texten – Palestrina soll bei der Lektüre errötet sein – zu ausdrucksstarken Kompositionen inspirieren lassen. Im Hohelied-Programm des Harvestehuder Kammerchores erklingen Werke von Heinrich Schütz, Melchior Franck, Claus Bantzer, Juhani Komulainen, Jean-Yves Daniel-Lesur und Ivan Moody.

 

Ihre Melodien wird Basel Alkatrib auf der Oud – einem Saiteninstrument des Vorderen Orients, das im frühen Mittelalter als Vorläufer der Laute Einzug in Europa fand – improvisierend aufgreifen und in die orientalische Musiktradition überführen.